Fahrradtour Rostock-Binz: Karte, Etappen, Literatur, Übernachtung

Ostseestrand Markgrafenheide    Rügischer Bodden    Seebrücke Dierhagen

Kurzbeschreibung

  • Verlauf: Rostock – Zingst – Stralsund – Binz (Lietzow)
  • Länge: 221 km
  • Dauer: 4 Tage (5 mit Rückreise)
  • Beschreibung:
  • Anspruch: einfach (bis auf den Rügen Rundweg)
  • Bundesländer: Mecklenburg-Vorpommern
  • Radwege: Ostseeradweg, Rügenradweg

hoch ↑

 


Karte Fahrradtour Rostock – Binz

Fahrradtour Rostock Binz

StepMap

hoch ↑

 


Etappenempfehlung

Etappe 1

  • Verlauf: (Leipzig) – Rostock – Warnemünde – Markgrafenheide
  • Länge: ca.24 km
  • Höhenmeter aufwärts: ca. 30 m
  • Fahrtzeit (16 km/h): ca. 1:30 Stunden
  • Radwege:  Ostseeradweg
  • Unterkunft: Campingplatz Markgrafenheide, Budentannenweg 2, 18146 Markgrafenheide, Tel.:0381-6610, Verpflegung: Bistro und Restaurant

Etappe 2

  • Verlauf: Markgrafenheide – Graal-Müritz – Wustrow – Zingst
  • Länge: ca.62 km
  • Höhenmeter aufwärts: ca. 100 m
  • Fahrtzeit (16 km/h): ca.3:50 Stunden
  • Radwege: Ostseeradweg
  • Unterkunft: Campingplatz „Am Freesenbruch“, Am Bahndamm 1,18374 Zingst, Tel.: 038232-15786, Verpflegung: Bistro und Restaurant

Etappe 3

  • Verlauf: Zingst – Barth – Stralsund – Altefähr
  • Länge: ca.65 km
  • Höhenmeter aufwärts: ca. 140 m
  • Fahrtzeit (16 km/h): ca. 4:05 Stunden
  • Radwege: Ostseeradweg, Rügenradweg
  • Unterkunft: Sund-Camp, Am Kurpark 1, 18573 Altefähr, Tel.: 038306-75483, Verpflegung: Imbiss

Etappe 4

  • Verlauf: Altefähr – Garz – Puttbus – Binz (Lietzow)
  • Länge: ca.70 km
  • Höhenmeter: ca. 270 m
  • Fahrtzeit (16 km/h): ca. 4:20 Stunden
  • Radwege: Rügenradweg
  • Unterkunft: Gästehaus Lietzow & Störtebeker-Camp, Waldstraße 59a, 18528 Lietzow, Tel.:038302 / 2166, Verpflegung: Restaurant

hoch ↑

 


Literaturempfehlung

Es handelt sich zwar um mehrere Radwege, aber beide sind in dem Reiseführer beschrieben. Die Strecke von Altefähr nach Binz ist aber etwas schwieriger zu navigieren, da der Rügenrundweg genau in der anderen Richtung beschrieben ist.

hoch ↑

 


Übernachtungsempfehlung

km Ort Campingplätze Pension/ Radhotels Sehenswertes
0 Rostock Hafen
24 Markgrafenheide Campingplatz Markgrafenheide, Budentannenweg 2, 18146 Markgrafenheide, Tel.:0381-6610
50 Ostseebad Dierhagen OstseeCamp Dierhagen, Ernst-Moritz-Arndt-Str. 1, 18347 Ostseebad Dierhagen-Strand, Tel.: 038226-80778  Seebrücke
86 Zingst Campingplatz „Am Freesenbruch“, Am Bahndamm 1,18374 Zingst, Tel.: 038232-15786 Seebrücke, Bodden
99 Barth NATURCAMP Pruchten, Am Campingplatz 2, 18356 Pruchten, Tel.: 038231-2045
151 Stralsund Sund-Camp, Am Kurpark 1, 18573 Altefähr, Tel.: 038306-75483 Rügenbrücke, Hafen und Innenstadt Stralsund, Blick auf Stralsund von Altefähr
130 Puttbus  Hafen Lauterbach
221 Binz Camping Meier, Proraer Chaussee 30,
18609 Ostseebad Binz/ OT Prora Tel.: 038393-2085
Strand, Prora
228 Lietzow Gästehaus Lietzow & Störtebeker-Camp, Waldstraße 59a, 18528 Lietzow, Tel.:038302 / 2166, Verpflegung: Restaurant Sörtebecker Festspiele, Jasmunder Bodden

hoch ↑

Reisebericht

(Leipzig) – Rostock nach Markgrafenheide (24 km)

Wir sind mit dem Zug gegen 10 in Leipzig gestartet und waren nach ca. 5 Stunden in Rostock am Hauptbahnhof. Die Streckte beginnt hier sehr schön mit Blick auf die Unterwarnow. Schnell geht es dann aber an einer sehr vollen und lauten Bundesstraße entlang. Erst ab Rostock-Evershagen wird die Strecke angenehmer. Hier geht es durch Neubaugebiete (die aber sehr angenehm wirken).  Nach Lichtenhagen kommen Wiesen und von hier aus kann man schon das Hotel Neptun sehen und die Ostsee erahnen.

Wenige Minuten später ist  man schon auf der strahlend weißen Strandpromenade. Am alten Strom ist es in der Regel sehr voll, aber es ist auch sehr schön zum langlaufen. Am Bahnhof vorbei kommt man dann direkt zur Fähre. Diese fährt Tagsüber alle 10 Minuten. Auf der anderen Seite ist es dann nicht mehr weit bis zum Zeltplatz. Mir persönlich hat der Zeltplatz sehr gut gefallen, da er neben einem schönen Strand mit Feuerstelle auch viele Freizeitangebote hat und besonders für Familien mit Kindern zu empfehlen ist. Allerdings musste man überall etwas Zeit mitbringen, egal ob beim Essen oder an der Rezeption.

 

Markgrafenheide nach Zingst (62 km)

Eine der schönsten Strecken auf dieser Fahrradtour. Sie entspricht so ziemlich dem, wie ich mir die Ostsee vorstelle. Lange weiße Strände und ab und zu ein Seebad. Die Etappe war sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Dazu hatten wir fantastisches Wetter und leichten Rückenwind. Da der Wind eher aus westlicher Richtung kommt, bietet es sich an,  den Radweg  von West nach Ost zu fahren.

Der Radweg  ging am Anfang zunächst durch einen Wald. Hier musste man aufpassen dass man den Abzweig nach Graal-Müritz nicht verpasst, da das Schild etwas versteckt war. In Graal-Müritz selbst war die Beschilderung am Anfang etwas verwirrend, aber es gab ja die Ostsee zur Orientierung. Von da an ging es über Dierhagen  bis Wustrow immer am Strand entlang, durch eine einfach herrliche Gegend. Die Strecke ist gesäumt mit richtig schicken Ferienhäusern, kleinen Strandpromenaden und dem schier endlos scheinenden Strand. Auch das Angebot an Verpflegungsmöglichkeiten entlang der Strecke ist sehr gut

Zingst nach Altefähr (65 km)

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen ist es eine sehr ruhige Etappe. Sie ist flach, geht durch die Boddenlandschaft  über idyllische kleine Dörfchen und ausgedehnte  Wiesen.  zwischen Barth und Stralsund gibt es nur kleine Orte und praktisch keine Einkaufsmöglichkeiten. Die Strecke ist sehr gut ausgebaut und leicht zu navigieren.

Da es wenig Verkehr und sehr viel  Ruhe gibt, ist die Strecke sehr entspannend. Etwas witzig sind die Angaben auf der Fahrradkarte. Da war z.B. der Teufelsberg mit einer Höhe von 2 m eingezeichnet. Obwohl der Radweg direkt vorbeigeführt hat, haben wir ihn leider nicht gefunden.

Stralsund hat eine sehr schöne Altstadt und einen sehenswerten Hafen. Als wir da waren, gab es einen mittelalterlichen Jahrmarkt mit einem historischen Umzug und sehr lauten Gewehrschüssen. Die Überfahrt über den Strelasund ist sehr beeindruckend. Der Radweg führt  über die alte Rügen Brücke, welche  parallel zu der neuen großen Brücke verläuft.

Von Altefähr ist der Ausblick  auf die Brücke und Stralsund sehr schön. Er lädt ein zum in der Sonne sitzen und entspannen. Etwas weiter hinten ist ein schönes Eiscafe mit richtig leckerem Softeis, welches genau die richtige Mischung zwischen cremig und wässrig hat.

Der Campingplatz liegt ganz oben auf dem Berg. Leider war der Zeltwart etwas unmotiviert, aber das tat unserer guten Laune keinen Abbruch. Auf dem Zeltplatz gibt es einen kleinen Shop, vor dem man auch frühstücken kann. Leider hat der nur bis 17 Uhr offen und wir haben  keine weiteren Einkaufsmöglichkeiten in Altefähr gesehen. Auf dem Campingplatz waren auch viele andere Radfahrer, hier scheint ein richtiger Sammelpunkt zu sein. Am Abend ist natürlich der Strand von Altefähr zu empfehlen mit dem wunderschön Blick auf Stralsund und die Rügen Brücke.

 

Altefähr nach Binz (Lietzow) (70 km)

Wir waren durch den Ostseeradweg auf dem Festland sehr verwöhnt. Der Rügenradweg scheint eher stiefmütterlich behandelt zu werden. Die Strecke führt über Sandwege und wenig befahrene Strafen, eher quer durchs Land mit teilweise schlechter Qualität.  Wasser sieht man eher selten und es ist schwieriger zu navigieren.

In Glutzow Hof sind wir rechts abgebogen und über Uselitz gefahren. Diese Strecke ist genauso lang wie der offizielle Radweg, führt aber näher am Wasser entlang und ist gut ausgebaut. Ansonsten geht es viel über Felder, was im Sommer natürlich auch schön ist. Der kleine Hafen in Puddemin lädt zu einer  kurzen Pause ein.  In Groß Schoritz wollten wir die Abkürzung nach Garz nehmen, aber anders als in der Karte dargestellt, geht der Weg  direkt am Ortseingang ab. Ein zusätzliches Erkennungszeichen ist hier das  Schild „Rinderanlage“.  So sind wir den Bogen des offiziell Radwegs gefahren. Allerdings ist die Wegqualität nicht besonders und es geht teilweise über schwer zu fahrendes Kopfsteinpflaster.  Aber so haben wir zumindest das Geburtshaus von Ernst Moritz Arndt gesehen.

In Garz führt der Radweg an der Stadt vorbei und weiter Richtung Putbus. Das ist eine sehr weiße Stadt mit einigen Cafés, welche  aber alle an einer sehr lauten Straße sind. Wir haben durchgehalten und sind bis zum Hafen von Putbus nach Lauterbach gefahren,  was sich  auch gelohnt hat. Nach einer Essenspause ging es  dann am rasenden Roland vorbei Richtung  Zirkow. Von hier ab war der Weg sehr schlecht,  bergig und nur spärlich ausgeschildert. Und obwohl die Hagener Berge sehr schön sind kann man diesen Teil der Strecke nach Binz nur sportlichen Radfahrern empfehlen.

 

Nach der absoluten Ruhe in Wald steht man auf einmal an einer stark befahrenen Hauptstraße. Binz ist um diese Zeit sehr voll und wahrscheinlich schon etwas zu mondän. Allerdings ist  die große Bucht mit dem langen weißen Strand sehr sehenswert. Der Ausblick  vom Strand wird im Norden zusätlich durch den imposanten  Fährhafen abgerundet.

Der Campingplatz  war leider belegt. So waren wir noch kurz in Prora, und fuhren dann  auf Empfehlung mit der Bahn Binz nach Lietzow. Der Platz war zwar auch voll, aber einzelne Radfahrer wurden zumindest  noch aufgenommen. Der Zeltplatz  ist nicht zu groß und auf einem Berg mit einem  Anstieg der es echt in sich hat. Wir wollten dann noch im Jasmunder Bodden baden,  aber das Wasser war nicht so einladend. Es gab hier auch einen kleinen Strandbereich, aber der war natürlich nicht so schön wie der Ostseestrand. Zum Glück gab es ein Beachvolleyballfeld und zufällig hatte die ehemalige Lietzower Jugend ein Wiedersehenstreffen. Freundlicherweise konnten wir mit Volleyball spielen und auch zur abendlichen Strandparty mit Lagerfeuer kommen. Vielen Dank noch einmal an Hendrik und Susann.

 

Rückfahrt Lietzow – Leipzig

Mit dem Zug ging es von Lietzow nach Stralsund, und von dort über Berlin nach Leipzig. Mit dem Wochenend Ticket, bzw. dem quer durchs Land Ticket kommt verhältnismäßig preiswert voran. Vor allem bei mehreren Personen , man muss aber auch einiges an Zeit einplanen. Wir haben von insgesamt 5 Urlaubstagen 2 im Zug gesessen und das ist für mein Gefühl verhältnismäßig zu viel. Bei der Planung für unsere Fahrradtour im nächsten Jahr will ich das auf jeden Fall berücksichtigen. Im Augenblick sieht es nachdem Mecklenburgischen Seen Radweg aus.

Ein Wort noch zu Reisen mit Bahn und Fahrrad. Man benötigt beim Umsteigen mehr Zeit, und die Züge können in der Saison schnell voll werden. Man kann also unter  Umständen auch Pech haben. Bei Fahrten mit dem ICc empfiehlt es sich vorher zu reservieren, da die Anzahl der Fahrradplätze begrenzt ist. Beim ICE geht die Mitnahme  von Fahrrädern nur unter ganz bestimmten Bedingungen, und er stellt für Fahrradtouren keine Option dar.

hoch ↑

 





Kommentar verfassen